Kabel, Kopfhörer, LED-Gadgets und Vapes: Auch kleine Elektronik ist Elektroschrott
Veröffentlicht am 09.10.2026 um 10:10 Uhr
Sie sind klein, günstig und schnell ersetzt: Ladekabel, Kopfhörer, USB-Adapter, LED-Lichterketten, Mini-Ventilatoren oder Einweg-E-Zigaretten. Zum International E-Waste Day am 14. Oktober macht die AWB Ahrweiler AöR (AWB) darauf aufmerksam, dass auch diese alltäglichen Produkte am Ende ihrer Nutzungsdauer als Elektroaltgeräte getrennt gesammelt werden müssen.
Der internationale Aktionstag steht 2026 unter dem Schwerpunkt „Fast Tech“. Gemeint sind kleine und häufig preisgünstige Elektroprodukte, die oft nur kurze Zeit genutzt werden. Auch wenn einzelne Geräte unscheinbar erscheinen, enthalten sie Metalle, Kunststoffe und teilweise Batterien oder Akkus, die fachgerecht behandelt und möglichst wiederverwertet werden sollten.
Besondere Aufmerksamkeit gilt Einweg-E-Zigaretten. Sie enthalten einen fest eingebauten Lithium-Akku und dürfen deshalb keinesfalls in die Restabfalltonne, die Gelbe Tonne oder die Altpapiertonne. Falsch entsorgte Lithium-Akkus stellen eine erhebliche Brandgefahr dar und führen bundesweit immer wieder zu Bränden in Abfallsammelfahrzeugen und Entsorgungsanlagen.
Seit dem 1. Juli 2026 gelten zudem erweiterte Rücknahmepflichten im Handel. Verkaufsstellen von Einweg-E-Zigaretten, darunter beispielsweise Kioske, Tankstellen und Vape-Shops, müssen ausgediente Geräte zurücknehmen. Die Rückgabe darf nicht vom Kauf einer neuen E-Zigarette abhängig gemacht werden.
„Gerade kleine Elektrogeräte werden leicht übersehen und landen schnell in der falschen Tonne. Dabei enthalten auch sie wertvolle Rohstoffe und mitunter Lithium-Akkus, die bei falscher Entsorgung eine erhebliche Brandgefahr darstellen können“, sagt Sascha Hurtenbach, Vorstand der AWB.
Elektroaltgeräte aus privaten Haushalten können darüber hinaus über die vorgesehenen Sammel- und Rückgabemöglichkeiten der AWB abgegeben werden.